Wie wird man Dirigentin?
Na klar - man studiert an der Musikhochschule (Hauptfach Dirigat), man lernt Klavierspielen und ... nicht unbedingt! Liz Döhring ist einer ganz anderen Laufbahn gefolgt.
Ein paar Schnappschüsse aus ihrem Leben:
*Klick* Liz mit 4 Jahren. Sie steht auf einer Bühne in ihrer Heimatstadt St. Albans, England und singt ein Lied über einen Holländer - "Little Mister Baggy Breechers". Die freche Bedeutung versteht sie aber nicht.
*Klick* Sie besucht die Grundschule in St. Albans und entscheidet sich schon mit 11 Jahren, dass sie Lehrerin für blinde Kinder werden will.
*Klick* Sie ist 16 Jahre alt und wählt ihre Hauptfächer: Musik, Erdkunde und Französisch (...und ihr späteres Leben wird tatsächlich von Musik, Reisen und Sprachen geprägt).
*Klick* Hier steht sie mit 17 Jahren vor dem Schul-Juniorchor, den sie leiten darf. Sie erlernt das Cellospiel und wird im Fach Dirigat und Arrangement unterrichtet.
*Klick* Zwei Jahre später. Sie dirigiert den College-Chor in Leeds, England.
*Klick* Sie ist jetzt 25 Jahre alt und Lehrerin in Malaysia. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für die Bühne und ist begeistertes Mitglied im Dama-Verein in Penang.
*KLick* Endlich kann sie ihren Traumberuf praktizieren - sie ist Lehrerin für sehbehinderte Kinder in England.
*Klick* Australien. Liz unterrichtet eine Klasse erblindeter Kinder. In ihrer Freizeit nimmt sie Schauspielunterricht in Brisbane.
*Klick* Ein Hochzeitsfoto. Ihr Mann ist Deutscher; sie haben sich am Great Barrier Reef kennen gelernt.
*Klick* Es gibt jetzt einen Sohn und eine Tochter. Die Familie wohnt für ein Jahr in New York.
*Klick* 1984 - zurück in Deutschland. Liz darf hier ihren Beruf nicht ausüben. Als Ausgleich gründet sie den Frauenchor "Barbershop Blend" in Sonsbeck, den sie bis Ende 2010 leitet.
*Klick* Die Chorarbeit macht ihr Riesenspaß. Sie gründet noch zwei Chöre - die "Witches of Pitches" und "Sound and Soul". Fast alle Lieder, die die "Witches of Pitches" singen, hat sie selbst vierstimmig bearbeitet.
Sie hat einen zweiten Traumberuf gefunden.
Dem Glück 1966 als Beate Arenbck in eine musikalisch, künstlerisch begabte Familie geboren zu sein habe ich sicher zu verdanken, dass ich heute als Co-Dirigentin von Liz Döring im Chor der "Witches of Pitches" mein Unwesen treiben darf.
Bereits mit fünf Jahren besuchte ich nach diversen Blockflöten- und Kochtopfschlagzeugeinlagen in der Küche meiner Eltern die "Orff´sche Musikschule". (Eine damalige Freundin hat mir wahrscheinlich bis heute nicht verziehen, dass ich damals bereis das Xylophon spielen durfte).
Gesangserfahrungen im Kinderchor, Formationstanz sowie langjähriger Ballett- und Orgelunterricht prägten meine weiteren musikalischen Erfahrungen.
Schon von klein auf fand ich mich immer wieder auf Bühnen wieder.
Als eines der Gründungsmitglieder der "Witches of Pitches" begann Liz Döring mir sehr bald die Grundlagen des Dirigierens und das Arrangieren von Liedern beizubringen. Diverse Fortbildungen in Stimmbildung und Quartettgesang, sowie mein Mitwirken in dem A cappella Quartett "Good Vibrations", das sich im September 2007 auflöste, bereichern meinen Erfahrungsschatz.
Im Lauf der Jahre schenkten Liz und die "Witches" mir das Vertrauen offiziell als Co-Dirigentin den Chor mitprägen zu dürfen.
An dieser Stelle möchte ich mich einmal ganz herzlich bei Liz bedanken, die mich immer wieder an Ihren Erfahrungen und Ihrem Wissen teilhaben lässt und mir somit diesen wichtigen Teil meines Lebens erst ermöglichte.
Danke Liz!




