
Joy to the World; Benefizkonzert der Witches of Pitches am 27. und 28. November 2010 im Kulturzentrum Rheinkamp zu Gunsten von Klartext und I.S.A.R.


50 Hexen der Töne geben köstliches Konzert

Erscheinungsdatum: 07.09.2009 - Zeitung: RP - Ausgabe: XA - Ressort: L - Seite: 11
Gefunden in: Textarchiv Lokal
Mit dem richtigen Pfiff
Die Kreiskulturtage brachten Leben in das Rheinberger Stadthaus: 13 Künstler der „Moerser Palette" stellen im Foyer Bilder aus, die Chöre „Witches of Pitches" und „Restroomsingers" setzten musikalisch Akzente.
Von Wolfgang Hoppe
RHEINBERG Wahre Beifallsstürme lösten die „Restroomsingers" aus Duisburg in der gut besuchten Stadthalle aus. Die acht Herren im Smoking hatten den richtigen Pfiff und dazu Lieder gewählt, die der Intention der Kulturtage 2009 „Klänge Kunst und Komisches - Wir sehen uns wieder" voll und ganz entsprachen. Gleichzeitig bewiesen sie, dass die Sparte Männerchor nicht out ist.
Man muss nur ein Rezept haben, das den heutigen Publikumserwartungen entspricht: Flotte Sätze,
ansprechende Texte, lebendige Präsentation und „freihändig singen". Auf diese Weise wurden die Titel „Der Speisezettel", „Meines Vaters Gebiss", „MGV Concordia" und „Diplomatenjagd" zu Hits des Abends und vom Publikum frenetisch gefeiert. Reinhard Mey hatte einst die Vorlage für das Geschehen rund um eine prominente Jagdgesellschaft formuliert: Da gab es „Ritter vom Orden der Konjunktur", Generäle, Monsignores und den klapprigen Ahnherr von Kieselknirsch, den man auf einer Bahre liegend mit auf die Pirsch nahm.
Die Persiflage „Nu gerade nich!" war einer der Höhepunkte des Abends. Nach der Pause sang das
Vokalensemble, das dem Polizeichor Duisburg entstammt und von Axel Quast geleitet wird, Gospels, Spirituals und Shantys, sowie das spritzige „Rock My Soul".
Liz Döhring ist Expertin für Barbershop-Lieder, Schlager und Folklore für Frauenchöre. Sie leitet am Niederrhein drei leistungsfähige Ensembles, arrangiert alle Titel selbst und denkt sich vielseitige Choreografien aus. In der Stadthalle stellte sie sich am Samstag, gleichsam als hervorragender Kontrast zu den „Restroomsingers", mit ihren „Witches of Pitches" („Hexen der Töne") aus Moers sehr ansprechend vor.
Unterstützt von ihrer Co-Dirigentin Beate Bänsch führte sie 50 Damen durch ein breites Spektrum bekannter Hits aus aller Welt. Mit „Sing, sing" eröffneten die Sängerinnen ihr Programm.
Die folgenden Vorträge wurden bei stets wechselnden Formationen präsentiert und teils von pantomimischen Ideen unterstrichen. In „I can fly" schienen die Ladies tatsächlich „abzuheben". „My Friend", so wie Medleys aus der Rock-Oper „Hair" offenbarten das Markenzeichen der „Hexen" in rot-schwarzem Outfit: Betörend weicher Sound und ausgeklügelte Vierstimmigkeit.
Arrangements von Beatles-, Queen- und Abba-Songs heizten den Saal weiterhin auf, und bei John Lennons „Good Night" wurde es ruhig im Saal. Zum Finale traten beide Ensembles gemeinsam mit dem Song „The Longest Time" auf.
Das Comedy-Duo „Prommenschenkel" (Marlene Nelissen und Manfred Lemmen aus Rheinhausen) moderierte das Programm mit mehr oder weniger gelungenen Blödeleien im Ruhrpott-Jargon.
„Kannze mich die Technik ma fertich machen" sagte die in schillerndem „Kostüm" auftretende Ehefrau zu ihrem Mann, bevor sie „herzzerreißend" den Kanon „Abendstille überall" im Duett mit einem Kofferradio „interpretierte".
Rheinische Post, DC5 02/25/10 14:55:42
Eine weitere Kritik des Konzerts finden Sie unter:
http://www.derwesten.de/staedte/rheinberg/Man-sieht-sich-id191854.html
Die "Witches of Pitches" setzten zum Ende der Hofkonzert-Saison in der Bezirksbibliothek Rheinhausen einen Glanzpunkt - mit Humor, Schauspieltalent und jeder Menge erfrischender Musikalität. RP v.03.09.2008

Rund 260 begeisterte Besucher erlebten zum Ende der diesjährigen Hofkonzerte, die zum 25. Mal in der Rheinhausener Bezirksbücherei durchgeführt wurden, ein erstklassiges Konzert des knapp 50-köpfigen Frauenchors "Witches of Pitches". NRZ-Artikel

Gute "Hexen" mit Stimmen und Herz
Lokal-Nachrichten v.20.01.2008



Witches mit perfekter Show
Moers, 12.11.2007, Neue Rhein/Ruhr Zeitung
Das Kulturzentrum Rheinkamp stand am Wochenende ganz im Zeichen der Chormusik. Zwei Konzerte standen auf dem Programm. Aber wer glaubte, hier die traditionelle Chormusik hören zu können, rieb sich schon bald die Augen – und Ohren.
Denn das war was anderes! Im Foyer bekam man Frikadellen, Bier und Sekt, die Besucher kämpften um einzelne noch verbliebene Eintrittskarten, und im Konzertsaal sah es auch ein wenig anders aus, als bei einem Chorkonzert. Aufwendige Lichttechnik tauchte die Bühne in eine bunte Farbenpracht. Der Grund für all dieses ist bei dem hier auftretenden Chor zu finden: „The Witches of Pitches”. Als der Vorhang sich öffnete, standen sie da. 50 Frauen in Grün und Schwarz. Keine einheitliche Chorkleidung, sondern mal anders. „Tragt schwarz und zieht dabei was Grünes an”, so konnte man es interpretieren. Treffend zu diesem ungewöhnlichen Abend war dann auch das Eröffnungslied „Es liegt was in der Luft”. Doch es waren nicht alle Witches, die auf der Bühne standen. Eine kleine Gruppe ging durchs Publikum und warf Luftschlangen oder machte Seifenblasen. Eben was Anderes! Mit frechen Sketchen lockerten die Damen ihr Programm auf und zeigten sich auf der Bühne auch nicht in der sonst so geordneten Choraufstellung. Ständig wuselten sie durcheinander und stellten sich mal hier, mal dort hin. Das alles in perfekter Choreographie, welche die ordnende Hand der Chorleiterin Liz Döring und die intensive Arbeit aller Sängerinnen widerspiegelte. Immer war irgendetwas auf der Bühne los. Bei Reinhard Mey's „Über den Wolken” hatte man sich mit Regenmänteln und Schirmen ausgestattet, die erfolgreichsten Lieder aus dem Kultmusica „Hair” sang man einfach mal auf der Bühne hockend. Mit dem Song „For the longest time” und einem Medley von Abba wurde der erste Teil des Abends beendet, nicht ohne eine freche Bemerkung: „Wir machen jetzt 20 Minuten Pause, aber rutscht nicht in die Drogenszene ab, ein Bier ist erlaubt”. Dann kam der zweite Teil. Der Saal war stockduster, von irgendwo her kam eine zarte Solostimme: „The lions sleeps tonight”. Der Chor hatte sich unbemerkt an den Seiten des Raumes aufgebaut und aus dem Dunkel stimmte man in die Melodie ein. Langsam begab sich der Chor dann zur Bühne und baute sich, jetzt in Schwarz mit etwas Rotem, auf. Plötzlich klingelten Handys, die Damen verließen telefonierend die Bühne. Der Vorhang schloss sich, und an einem einsamen Tisch stand Beate Bänsch, Vizechorleiterin und Solistin. „Kein Mensch ruft mich an…”, melancholisch und etwas traurig klang ihre Stimme und die Gäste schwiegen teilnahmsvoll. Eine tolle Idee war dann auch der Wunsch einer Chordame, mal was Klassisches von Mozart zu singen. Es folgte die „kleine Nachtmusik”, auf Kämmen geblasen! Heute war eben alles anders. Das Beste zum Schluss: „We are the Champions” und „We will rock you”. Standig Ovations folgten einem frenetischen Beifall. Es war eine perfekte Show, die da geboten wurde. Noch eine Überraschung: Man lud zum „After glow”, also zum Nachglühen ins Foyer. Hier verabschiedete sich der Chor singend von seinen Gästen. Und das alles als Benefiz-Veranstaltung für den Verein „Frauen helfen Frauen” aus Moers, wofür sich deren Vorsitzende Martina Schmitz herzlich bedankte. (HPE)
